Darunter ist die Behandlung von Lungenkrankheiten durch unterschiedliche Techniken zu verstehen, wie beispielsweise durch nicht-invasive Beatmung, posturale Drainage (Lagerungsdrainage), Absaugen und Atemübungen.

  • Nicht-invasive Beatmung (NIV)
    In den vergangenen Jahren hat sich NIV auf den Abteilungen Pneumologie und Reanimation zu einer der wichtigsten Therapien bei akuter und chronischer Ateminsuffizienz entwickelt. Dazu gehören alle Beatmungstechniken, die ohne endotracheale Vorrichtung durchgeführt werden. Letztere wird zum Beispiel zur Intubation oder bei einer Tracheotomie (Luftröhrenschnitt) eingesetzt.
  • Posturale Drainage (Lagerungsdrainage)
    Mit dieser Methode können Lungensekrete abgeleitet werden, die sich im Rahmen einer chronischen oder akuten Lungenkrankheit angestaut haben. Der Physiotherapeut übt dabei Druck auf Brustkorb und Bauch aus, um die ausströmende Luft zu beschleunigen (Blasrohr-Prinzip).
    Diese Therapie erfordert vorgängig genaues Abhören, um die Stauungen zu lokalisieren.
  • Atemübungen
    Diese Übungen werden mit Hilfe von Messröhrchen durchgeführt, in die der Patient ein- oder ausatmet. Anhand der Markierungen am Röhrchen lassen sich die Zielwerte von Volumen und/oder Luftfluss genau beziffern.