Aufenthalt in der Neonatologie
Die Versorgung von Früh- oder Neugeborenen bedarf besonderer Aufmerksamkeit. In der Abteilung Neonatologie werden die kleinen Patientinnen und Patienten rund um die Uhr von Spezialistinnen und Spezialisten verschiedenster Fachgebiete umfassend versorgt. Wir verfügen über zwölf Betten mit einem zentralen Überwachungssystem und behandeln Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche sowie Säuglinge, die medizinische Hilfe benötigen. Dabei arbeiten wir eng mit dem Inselspital Bern und dem Universitätsspital Lausanne (CHUV) zusammen. Dort werden Kinder betreut, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen sind, sowie Neugeborene, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Wir arbeiten auch mit der Geburtenabteilung des Daler-Spitals zusammen und versorgen Kinder, die in der Neonatologie gepflegt werden müssen.
Unser Team kümmert sich rund um die Uhr einfühlsam, ganzheitlich und individuell um Ihr Kind. Wir führen alle Behandlungen in einer ruhigen Atmosphäre durch und achten auf einen guten Austausch zwischen der Familie und dem medizinischen Team. Dabei führen wir Sie aktiv in die Pflege Ihres Babys ein und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Bei Bedarf werden wir durch das Physiotherapieteam unterstützt. Es behandelt Ihr Kind mit Techniken der Atemtherapie und/oder einer eigens für Frühgeborene entwickelten Mobilisierung (Bobath-Methode).
Die Neonatologie befindet sich im HFR Freiburg – Kantonsspital.
Vertraute Gegenstände erleichtern es dem Kind, sich stressfrei in einer fremden Umgebung einzuleben. Denken Sie deshalb daran, persönliche Dinge mitzunehmen, wenn Ihr Kind hospitalisiert oder verlegt wird:
- Kuscheltier
- Decke oder Schlafsack
- Kuschliges T-Shirt, das nach Mama oder Papa riecht
- Zeichnung oder Foto der Familie
- Kleider
- Schoppenflasche
- Lieblingsspielzeug
Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Pampers, Körperpflegeprodukte, Bodys und Pyjamas werden vom Spital zur Verfügung gestellt.
Der Tag wird durch die Mahlzeiten Ihres Kindes getaktet. Damit Ihr Kind genügend Ruhe hat und sich entwickeln kann, werden die Pflegeverrichtungen kurz vor oder nach den Mahlzeiten vorgenommen. Wenn immer möglich versuchen wir, dass die Eltern dabei anwesend sein können. Bitte informieren Sie uns deshalb jeweils über den Zeitpunkt Ihres nächsten Besuchs. So stellen wir die optimale Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pflege sicher. Vergessen Sie nicht uns anzurufen, falls Sie früher oder später kommen oder verhindert sind.
Die Arztvisite findet zwischen 9.30 und 11.30 Uhr statt. Falls Sie ausserhalb dieser Zeiten mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen möchten, vereinbaren wir gerne für Sie einen Termin.
Von 7 bis 7.30 Uhr und von 19 bis 19.30 Uhr findet der Übergaberapport des Pflegepersonals statt. In dieser Zeit steht Ihnen das Team nur bei Notfällen zur Verfügung.
Eltern können ihr Kind Tag und Nacht besuchen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich an gewisse Zeiten zu halten. So vereinfachen Sie die Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal und können die Zeit mit Ihrem Kind optimal nutzen.
Geschwister können das Kind besuchen, sofern sie selber nicht krank sind. Andere Besucherinnen und Besucher sind zwischen 14 und 19 Uhr erlaubt und nur in Begleitung mindestens eines Elternteils oder mit deren Zustimmung (auf Voranmeldung). Es dürfen nicht mehr als vier Erwachsene gleichzeitig beim Kind sein (einschliesslich der Eltern). Zusätzliche Kinder sind in diesem Fall nicht erlaubt. Bitte achten Sie darauf, dass nicht zu viele Besucher nacheinander kommen und die Besuche nicht zu lange dauern, damit sich Ihr Kind erholen kann.
Jedes Mal, wenn Sie die Abteilung betreten, müssen Sie sich in der Eintrittsschleuse die Hände waschen (nach dem Haupteingang rechts). Jacken und Mäntel bleiben am Kleiderständer im Eingang. Die Garderobe wird nicht überwacht; bitte tragen Sie daher Ihre Wertsachen immer auf sich.
Bei Kindern, die ihr Zimmer wegen Ansteckungsgefahr nicht verlassen dürfen, ist der Besuch auf die Eltern oder deren Vertreter beschränkt. Geschwister sind hier leider nicht zugelassen.
Am HFR Freiburg – Kantonsspital stehen den Eltern zwei Ruhezimmer zur Verfügung.