Goldmedaille für Professorin Harriet Thöny

Kategorie : Fachgebiete
Authored by Abteilung Kommunikation
Montag 17 März 2025
Porträt Harriet Thöny

Nicht nur der Schweizer Skisport glänzt derzeit. Auch die Radiologie des freiburger spitals (HFR) steht dank der Arbeit und dem Fachwissen von Harriet Thöny, ordentliche Professorin an der Universität Freiburg und Chefärztin der Radiologie, ganz zuoberst auf dem Siegertreppchen: Als Anerkennung für ihre aussergewöhnlichen und international anerkannten Leistungen wurde ihr am letzten European Congress of Radiologie (ECR) eine Goldmedaille verliehen.

Um diese Auszeichnung zu verdienen, muss man Pionierarbeit auf einem Fachgebiet leisten, zahlreiche Forschungsarbeiten veröffentlicht haben und internationale Anerkennung von Kolleginnen und Kollegen geniessen, was alles auf Prof. Dr. med. Harriet Thöny zutrifft. Die Medaille wurde ihr für ihre wegbereitende Leistung in den letzten 20 Jahren verliehen. So erlangte sie bahnbrechende Erkenntnisse bei der Anwendung der diffusionsgewichteten Magnetresonanz in den Fachgebieten HNO, Urologie und Onkologie zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten, noch bevor diese in der anatomischen Bildgebung sichtbar sind, zur Charakterisierung unbestimmter Läsionen und zur Überwachung von Behandlungen ohne Kontrastmittelinjektion.

Harriet Thöny freut sich: «Für mich ist diese Anerkennung durch meine Kolleginnen und Kollegen eine schöne Belohnung für die Arbeit, die ich in all den Jahren geleistet habe. Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich zu den Ersten gehöre, die eine funktionelle Methode für die Magnetresonanztomographie (MRT) entwickelt haben, und dass diese Methode heute weltweit zur besseren Behandlung von Patientinnen und Patienten zum Einsatz kommt.»

Sie ist damit die erste Frau in der Schweiz, die mit dieser Medaille ausgezeichnet wird. Diese wird jedes Jahr von der European Society of Radiology (ESR), die sich aus 142 000 Mitgliedern zusammensetzt, an drei Expertinnen und Experten verliehen. «Diese Medaille soll ein positives Beispiel für alle Frauen sein und ich hoffe, dass nach mir noch ganz viele andere folgen werden», ergänzt Harriet Thöny.

Das HFR gratuliert Harriet Thöny zu dieser Auszeichnung, die all die Jahre intensiver Arbeit und ihre beeindruckende Karriere würdigt. Sie belegt einmal mehr die hervorragende Qualität der Abteilung Radiologie am HFR, die sich nicht nur für eine qualitativ hochwertige Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Verbesserung der Behandlungsmethoden – insbesondere bei Prostatakrebs – starkmacht. Diese Exzellenz kommt den Patientinnen und Patienten zugute, trägt aber auch zur Attraktivität des HFR als Institution bei, die ihren Beitrag leistet bei der Ausbildung des dringend benötigten medizinischen Nachwuchses. Dies zeigt abermals, dass das HFR den Namenszusatz «Universitäres Lehr- und Forschungsspital», der ihm im Juni 2024 vom Staatsrat verliehen wurde, mehr als verdient.